Das Eichhörnchen ist ein niedliches Nagetier in unseren Wäldern, Parks und Gärten, welches beinahe jedes Kind kennt. Die kleinen Pelztiere sind in den Sommermonaten wenig präsent, da sie in Büschen und auf Bäumen gute Verstecke finden.

Im Winter, wenn kein Laub mehr an den Bäumen hängt, fallen auf, wenn sie bei der Futtersuche weite Gebiete durchstreifen. Besonders in der Stadt möchten tierliebe Menschen die hübschen Hörnchen gern füttern. Doch wie kann man diese Tiere am besten versorgen?

Im Sommer ernähren sich Eichhörnchen von Samen, verschiedenen Früchten, Beeren, Pilzen oder auch von den frischen Austrieben der Sträucher. Erst im Winter verringert sich das Nahrungsangebot für die Tiere und die tägliche Versorgung kann kritisch werden. Eichhörnchen legen zwar schon während des Herbstes Nahrungsbunker an, die jedoch häufig einfach vergessen werden.

Im städtischen Umfeld gibt es meist nur wenig Nussbäume, Buchen und Eichen, die Nahrungsgrundlage für Eichhörnchen. Natürlich hast Du in Deinem Garten die Möglichkeit, Haselnusssträucher, Walnussbäume und andere fruchttragende Sträucher und Stauden anzupflanzen.

Doch in stark besiedelten Wohngebieten sind größere Gärten nur wenig anzutreffen. Trotzdem kannst Du während der kargen Winterzeit die süßen Pelztierchen versorgen und die Eichhörnchen füttern.

Versorgungsmöglichkeiten

eichhörnchen futterhaus
Ein Eichhörnchen Futterhaus bietet die optimalen Bedingungen, um die Eichhörnchen zu füttern und zu beobachten.

Ein Balkon bietet beispielsweise ausreichend Platz für ein kleines Vogelhäuschen zur Fütterung von Eichhörnchen und Vögeln oder eine spezielle Eichhörnchen Futterstelle. Wichtig ist nur, dass die Einflugöffnungen auch für ein Eichhörnchen groß genug sind.

An einem stabilen Straßenbaum kann ebenfalls ein Eichhörnchen Futterhäuschen befestigt werden. Hier ist darauf zu achten, dass Du bequem Futter nachfüllen kannst und dass Katzen keinen Zugang haben.

Schon bevor die futterarme Zeit beginnt, kannst Du im Häuschen Futter auslegen, um gefiederte Gäste und Eichhörnchen anzulocken. Der Boden des Häuschens wird mit Zeitungspapier ausgelegt, um die Ausscheidungen der Gäste aufzusaugen.

So können nur wenig Verschmutzungen ins Holz des Hauses eindringen, Pilzen und Krankheitskeimen wird der Nährboden entzogen. Die Reinigung sollte täglich erfolgen.

Das beste Futter für Eichhörnchen

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Haselnüsse sind besonders beliebt bei Eichhörnchen.

Neben dem handelsüblichen Vogelfutter kannst Du den Eichhörnchen folgendes anbieten:

  • Haselnüsse
  • Walnüsse
  • Sonnenblumenkerne
  • Weintrauben
  • Rosinen
  • Apfelstückchen
  • Zwiebackstücke
  • Samen aus Tannen- und Kiefernzapfen
  • Bucheckern
  • Maronen

Hast Du junge Eichhörnchen beobachtet, solltest Du nicht nur Nüsse mit Schale, sondern auch geknackte Nüsse anbieten. Die Zähne der diesjährigen Hörnchen sind noch nicht stark genug, um Nussschalen zu zerbeißen.

Neben dem Futter benötigen die Eichhörnchen ausreichend Wasser. Ist kein natürlicher Wasserlauf in der Nähe, ist es am besten, eine kleine Tränke aufzustellen. Du solltest täglich frisches Wasser geben und die Tränke reinigen.

Hier erfährst du, was alles in ein Eichhörnchen Futterhaus kommt.

Warum kannst Du im Winter die Eichhörnchen füttern?

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Im Winter, wenn die Böden zufrieren, benötigen Eichhörnchen Unterstützung.

Im Allgemeinen ist es nicht gern gesehen, wenn Wildtiere gefüttert werden. Die Tiere unterliegen dann nicht mehr der natürlichen Auslese, auch schwächere Exemplare überstehen den Winter. Eichhörnchen sind dafür bekannt, dass sie in ihrem Umfeld Nahrungsbunker für karge Zeiten anlegen.

Es werden viele Nahrungsmittel (bis zu 10.000 Happen) versteckt, die jedoch auch von anderen Tieren geplündert werden. Ein großer Teil wird einfach im Versteck vergessen.

Der Nahrungsbedarf des Eichhörnchens ist im Winter nicht besonders hoch. Es hält zwar keinen Winterschlaf, fährt jedoch seinen Stoffwechsel stark herunter und ruht fast den ganzen Tag in seinem Nest. Nur wenige Stunden verbringt es mit der Nahrungssuche.

Herrscht allerdings starker Frost, wird es für die kleinen Pelztierchen gefährlich, da sie ihre Verstecke im Boden nicht mehr aufkratzen können. Daher ist es gerade in dieser Zeit wichtig, den Eichhörnchen reichhaltige Nahrung anzubieten.

Bereits im Dezember beginnt die Paarungszeit, schon im Februar können Jungtiere geboren werden. Zu diesem Zeitpunkt ist das Ende des Winters noch weit entfernt. Saubere Futterstellen sorgen dafür, dass Mutter- und Jungtiere gut über den Winter kommen.

FAQ – Häufige Fragen zum Füttern von Eichhörnchen

Warum sollen Eichhörnchen weder Erdnüsse noch Mandeln fressen?

Erdnüsse und Mandeln sind keine heimischen Früchte, außerdem enthalten sie Blausäure, die von den Hörnchen nicht vertragen wird.

Was tun, wenn ein Eichhörnchen Hilfe braucht?

Verwaiste Jungtiere verlieren die Angst vor dem Menschen und laufen ihm hinterher. Wenn sich das Tier leicht einfangen lässt, kann man es mit entsprechendem Futter aufziehen. Eichhörnchen bekommen keine Tollwut, größere Tiere können allerdings kräftig zubeißen. Verletzte Tiere sollten vorsichtig in ein Handtuch gepackt und zum Tierarzt gebracht werden.

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