Rosen kannst du zwar auch mit einer stumpfen Schere schneiden – du solltest es aber nicht tun. Das Holz wird dann eher zerdrückt anstatt wirklich geschnitten, und deinen Rosen tut es ganz und gar nicht gut. Achte deshalb darauf, dass die Klingen immer scharf sind.

Eine Rosenschere zu schärfen ist eigentlich ganz einfach: Es braucht nur einen Schleifstein, an dem die ausgebaute Klinge erst geschärft und dann geglättet wird. Anschließend wird die Schere mit etwas Schmierfett eingeölt.

Wer sich noch nie mit dem Schärfen einer Schere befasst hat, sollte sich trotzdem mit etwas Hintergrundwissen bewaffnen. Wir erklären die Arbeit Schritt für Schritt.

Wie oft muss die Rosenschere geschärft werden?

Finden sich bereits Kerben in der Klinge oder fühlt sie sich stumpf an, sind das eindeutige Zeichen dafür, dass sie geschärft werden sollte. Doch am besten lässt du es gar nicht so weit kommen:

Schneidet eine Klinge kaum noch, ist es meistens schon zu spät. Im Rosenschere Vergleich findest neue Modelle. Stattdessen solltest du die Klinge regelmäßig schleifen, am besten nach jeder Benutzung. So werden kleine Scharten schnell geglättet und können sich nicht vergrößern.

Welchen Schleifstein kann ich für Rosenscheren benutzen?

Die beste Wahl für eine Rosenschere ist sicher ein Kombi-Schleifstein mit einer grobkörnigen und einer feineren Seite. Diese Steine eignen sich auch für Gras- und Astscheren.

Wenn du möchtest, kannst du auch auf einen Wasserstein zurückgreifen. Er kühlt die Klingen zusätzlich, sodass die bei der Reibung entstehende Hitze keinen Schaden an der Stahlhärte anrichtet.

Zudem gibt es Schärfer-Sets für Rosenscheren, die aus einem schmalen Karbidstein und einer Führungslehre bestehen. Die Lehre wird an der Schere montiert, anschließend führst du den Stein einfach über die Klinge, bis sie wieder scharf ist.

Diese Art des Schleifens ist besonders leicht, eignet sich aber nicht für Rosenscheren, die bereits größere Scharten besitzen. In einem solchen Falle muss die Klinge eventuell vollständig ausgetauscht werden.

Schritt 1: Klinge ausbauen und reinigen

Als Erstes musst du die Klinge aus der Rosenschere ausbauen. In den meisten Fällen brauchst du dazu nur einen Schraubenzieher, mit dem du die Klinge lösen kannst. Du musst also nicht die ganze Schere auseinanderbauen.

Hältst du die Klinge schließlich in der Hand, solltest du sie von Schmutz, Staub und Harzen befreien. Dafür eignen sich heißes Wasser oder ein spezielles Reinigungsspray.

Schritt 2: Schärfen der Klinge

Nun wird die Klinge geschliffen. Drücke sie dazu mit der Schneide nach unten auf die grobkörnige Seite des Schleifsteins und führe sie in leicht schrägen Bewegungen darüber.

Die Klinge sollte sich dabei entlang der Biegung der Schneide drehen. Diesen Vorgang kannst du mehrfach wiederholen, bevor du die Schneide auf der feinkörnigen Seite des Steines glättest.

Schritt 3: Der letzte Feinschliff

Jetzt ist die glatte Seite der Klinge an der Reihe. Lege sie auf den Schleifstein und führe sie im Kreis, allerdings nur mit sanftem Druck.

Dadurch kannst du Grate entfernen, die sich beim Schärfen der Rosenschere gebildet haben. Prüfe anschließend vorsichtig, ob die Klinge wieder scharf genug ist, und baue sie wieder in die Schere ein.

Schritt 4: Die Schere einfetten

Ist die Klinge wieder eingelegt, solltest du deine Rosenschere fetten, damit ihre Schärfe lange erhalten bleibt. Dazu eignen sich einige Tropfen Kriechöl, aber auch Kettenfett aus dem Fahrradhandel. Benetze damit alle beweglichen Teile der Schere abgesehen von den Verschraubungen.

Die Gelenke solltest du danach ein paar Mal bewegen, damit das Öl bis zu den Scharnieren vordringen kann. Und schon kannst du wieder mit deiner Rosenschere arbeiten.

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