Bienen zählen im Garten zu den Nützlingen, denn sie bestäuben viele Zier- und Nutzpflanzen. Zudem sind sie ein wichtiger Teil der Nahrungskette. Außerdem siedeln sich im bienenfreundlichen Garten viele andere Nützlinge an, die sich positiv auf das Ökosystem auswirken.

Das Anlegen eines bienenfreundlichen Gartens ist einfacher, als du denkst. Wasserquellen, Nistplätze und die richtige Pflanzenauswahl sind die drei wichtigsten Punkte.

bienenfreundlicher garten

Wie du deinen Garten bienenfreundlich gestaltest, verraten dir unsere 25 Tipps und Ideen!

Was muss ich bei der Gartengestaltung beachten?

Ein bienenfreundlicher Garten fängt mit der Gestaltung an. So mögen Bienen beispielsweise offene und sonnige Flächen. Altes Holz und ein Sandbeet bieten Wildbienen Nistmöglichkeiten. Außerdem solltest du eine Wasserquelle anbieten.

Bienenfreundlich bedeutet aber nicht, dass du deinen Garten komplett neu gestalten musst. Oft reicht die eine oder andere kleinere Umgestaltung bereits aus, um den Insekten zu helfen. So kannst du Schritt für Schritt deinen Garten für Bienen attraktiv machen.

1. Ersetze Ziergräser durch Blumen

bienenfreundliche stauden
Die Prachtkerze ist eine besonders bienenfreundliche Staude.

Ziergräser im Garten liegen nicht nur im Trend, sondern sind auch pflegeleicht. Vor Kälte und Frost schützt sie ein einfacher Winterschutz. Daher gelten sie als ideal für Gartenbesitzer, die nicht viel Zeit haben. Bei all diesen Vorteilen haben sie einen großen Nachteil: Bienen bieten sie nichts.

Daher solltest du im bienenfreundlichen Garten auf Ziergräser verzichten oder sie zumindest bienenfreundlich kombinieren. Hübsche Kombinationen sind beispielsweise:

  • Gaura oder Prachtkerze mit Pampasgras
  • Perowskie passt sehr gut zu Rutenhirse
  • Herbstanemonen als Kontrast zu den langen Blättern der Ziergräser
  • Weidenblättrige Sonnenblumen (Helianthus salicifolius) überragen mit ihren zwei Metern so manches Ziergras
  • Blauer Ziersalbei passt zu vielen Ziergräsern
  • Sonnenhut (Rudbeckia) harmoniert mit niedrigen Ziergräsern
  • Astern kommen in Kombination mit Ziergräsern besonders gut zur Geltung

2. Pflanze Obstbäume

bienenfreundliche obstbäume
Obstbäume wie Apfelbäume bieten eine ausgiebige Blütenpracht für Bienen.

Obstbäume im Garten liefern nicht nur leckere Früchte, sondern bieten Bienen einen reichlich gedeckten Tisch. Das Blütenmeer hat zudem den Vorteil, dass die Insekten von Blüte zu Blüte fliegen können, also ihre Nahrung an einer Stelle finden.

Hat der Obstbaum eine stattliche Größe erreicht, können sich Bienen von diesem Bienenbuffet auch über längere Zeit ernähren.

Zu den Obstgehölzen, die besonders bienenfreundlich sind, gehören beispielsweise:

  • Apfel (Malus domestica)
  • Birne (Pyrus communis)
  • Blutpflaume (Prunus cerasifera)
  • Pflaume (Prunus domestica)
  • Sauerkirsche (Prunus cerasus)
  • Süßkirsche (Prunus avium)

Anstelle von Bäumen kannst du aber auch Beerensträucher pflanzen wie zum Beispiel:

  • Garten-Heidelbeere (Vaccinium corymbosum)
  • Himbeere (Rubus ideaus)
  • Rote Johannisbeere (Ribes rubrum)
  • Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum)

3. Setze auf bienenfreundliche (Zier-)Sträucher und Sichtschutzhecken

bienenfreundliche sträucher
Die Bartblume (Caryopteris clandonensis) ist ein Halbstrauch mit langer Blütezeit.

Sträucher sind in der Regel pflegeleicht und finden im Garten als Solitär oder als Sichtschutzhecke Verwendung. Bei der bienenfreundlichen Gartengestaltung solltest du allerdings auf Flieder, Forsythie und Thuja verzichten, denn diese Gehölze sind keine Nahrungsquellen für Bienen.

Als bienenfreundliche Alternativen bieten sich neben Beerensträuchern an:

  • Berberitze (Berberis): Sichtschutzhecke, wertvolle Nahrungsquelle
  • Deutzie (Deutzia): Sichtschutzhecke
  • Efeu (Hedera helix): unscheinbare Blüten im Herbst, erst ab einem Alter von ungefähr zehn Jahren
  • Falscher Jasmin (Philadelphus coronarius): moderner Hingucker, bietet reichlich Nahrung für Bienen
  • Garteneibisch (Hibiscus syriacus): nur ungefüllte Sorten
  • Haselnuss (Corylus avetlana): gelbe Blüten von Februar bis April
  • gelbblühende Kornelkirsche (Cornus mas): blüht zur selben Zeit wie Forsythien
  • Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii): Großstrauch, blüht im April
  • Liguster (Ligustrum): Sichschutzhecke
  • Salweide (Salix caprea): pflegeleichter Großstrauch / Baum
  • Schlehe (Prunus spinosa): blüht im April und Mai; frühe Nahrungsquelle für Bienen
  • Schneebeere (Symphoricarpos): Sichtschutzhecke, besonders ergiebige Nektarquelle
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) als Fliederersatz
  • Weißdorn (Crataegus): viele Blüten im Mai und Juni
  • Wildrosen wie Essigrose (Rosa gallica) oder Kartoffelrose (Rosa rugosa): werden von Bienen regelrecht belagert

4. Sorge für Nistplätze

bienen nistplätze
Eine einfache Möglichkeit, Wildbienen einen Unterschlupf zu bieten, sind hohle Äste.

Im bienenfreundlichen Garten ist ein reichliches Nahrungsangebot natürlich ein Muss, aber du solltest versuchen, Wildbienen auch artgerechte Nistplätze und Unterschlupfmöglichkeiten zu bieten. Dazu gehören beispielsweise:

  • hohle Pflanzenstängel und Markstängel (Brombeeren, Rosen oder Königskerzen)
  • Schneckenhäuser
  • morsches und/oder altes Holz
  • trockene, sandige Stellen
  • Mauerrisse
  • Sand-Steilwände

5. Lass ein Gartenstück bewusst verwildern

wildblütenwiese für bienen
Lege eine Wildblütenwiese in deinem Garten an.

Für Wildbienen sind Flächen, die ihrem natürlichen Lebensraum entsprechen, ideal. Gartenbesitzer setzen dies allerdings oft mit „ungepflegt“ oder „verwildert“ gleich. Das muss nicht so sein, denn du kannst im Garten ein Stück auch mit einer Wildblumenwiese „gepflegt verwildern“.

Anleitung zum Anlegen einer Wildblumenwiese:

  • Grasnarbe entfernen und Boden auflockern
  • nährstoffreiches Erdreich mit Sand abmagern
  • Wildblumen aussäen und etwas einrechen
  • Saatgut mit Walze oder Brett festigen
  • vier bis sechs Wochen feucht halten

Damit die Wildblumenwiese bereits im Frühjahr Bienen anlockt, kannst du beispielsweise Tulpen und Buschwindröschen setzen. Für die „Struktur“ sorgt altes Holz, das den Bienen auch als Nistplatz dient.

Tipp:

Achte beim Kauf der Samenmischung, dass sie heimische, regionale Pflanzen enthält. Mit „exotischen“ Wildpflanzen können Wildbienen nichts anfangen.

6. Verteile Altholz im Garten

wildbienen helfen
Platziere das Altholz am besten an einem sonnigen Platz, dann fühlen sich die Bienen umso wohler.

Altholz dient den Wildbienen als Nistplatz und Unterschlupf. Treibholz (Schwemmholz) kannst du als Begrenzungen im Garten – beispielsweise für die Wildblumenwiese – verwenden. Ein alter Baumstumpf oder eine Wurzelstubbe eignen sich ebenfalls für Wildbienen und als Dekoelement im Garten.

Wichtig ist, dass Nahrungsquellen und Altholz nicht zu weit voneinander entfernt sind. Denn Wildbienen besiedeln das Holz meist nur, wenn sie in der Nachbarschaft Nahrung für sich und ihren Nachwuchs finden.

7. Hänge Bienenhotels auf

bienenhotels aufhängen
Du kannst Insektenhotels fertig kaufen oder selbst bauen.

Ob Bienenhotels gut oder schlecht sind, wird unterschiedlich diskutiert. Wichtig ist, dass du als Nisthilfe tatsächlich ein „Bienenhotel“ aufhängst. Stellst du ein Insektenhotel zur Verfügung, wird dieses auch von den Fressfeinden der Bienen und/oder Nahrungsdieben genutzt.

Achtung:

Viele Bienenhotels sind ungeeignet für Wildbienen. Die Röhren sind meistens zu kurz, sie müssen zwischen 12 und 18 cm tief sein. Auch dürfen die Kanten nicht zu scharf sein, sonst verletzen die Bienen ihre Flügel.

8. Sorge für eine Wasserquelle im Garten

biene wasserquelle
Mache es den Bienen einfach an das Wasser zu kommen.

Zwar decken Bienen den größten Teil ihres Flüssigkeitsbedarfs mit Nektar ab, aber ganz ohne Wasser kommen die Insekten nicht aus. Da sie nicht schwimmen können, brauchen sie einen sicheren Landeplatz am oder im Wasser.

Hast du einen Teich im Garten, kannst du ihn als Wasserquelle für Bienen optimieren:

  • flacher Übergang vom Land zum Wasser
  • Steine und Hölzer sind am Ufer ideale Landeplätze für Bienen
  • Schwimmblattpflanzen wie zum Beispiel Seerosen sind für Wildbienen Inseln in der Teichmitte

Hinweis:

Hast du Fische im Teich, solltest du vorsichtig sein. Denn sie schnappen nach den Insekten. Sticht die Biene zu, kann dies für beide Tiere tödlich sein.

Eine andere Möglichkeit, den Insekten Wasser zu bieten, ist eine sogenannte Bienentränke. Dabei handelt es sich um eine flache Schale mit einem bienengerechten Landeplatz aus

  • Steinen,
  • einer Insel aus Moos oder
  • Holz- / Korkstückchen.

Aufgestellt wird die Bienentränke an einem sonnigen und warmen Platz, der vor Wind und Niederschlägen geschützt ist. Besonders schnell nehmen Bienen die Wasserstelle an, wenn du sie in der Nähe eines bienenfreundlichen Blumenbeets aufstellst.

Tipp:

Haben die Bienen die Wasserstelle angenommen, verlassen sich die Insekten auf dich. Daher sollte die Quelle nicht versiegen.

Welches Wasser ist ideal für Bienen?

Zum Befüllen der Bienentränke ist Regenwasser ideal. Du kannst aber auch Wasser aus einem Bachlauf, einem See oder dem Gartenteich nehmen. Leitungswasser solltest du einige Tage stehenlassen. Wichtig ist, dass das Wasser immer frisch ist.

Regenwasser solltest du täglich wechseln. Außerdem solltest du tote Insekten und andere Verschmutzungen entfernen. Hat sich Schmutz festgesetzt, reinigst du die Schale mit heißem Wasser und einer Bürste.

9. Achte auf lineare Strukturen im Garten

biene helfen
Lineare Strukturen helfen Bienen anzulocken.

Lineare Strukturen im bienenfreundlichen Garten sind Säume, sich deutlich abhebende Ränder, die mit Wildblumen bepflanzt werden. Sie kommen zum Einsatz, wenn zwischen zwei (Lebens-)Räumen eine Abgrenzung angelegt werden soll, wie beispielsweise zwischen Hecke und Wiese. Du kannst aber auch einen Saum als Sichtschutzhecke am Gartenzaun nutzen.

Bepflanzt wird der Wildblumensaum mit speziellen Pflanzenmischungen. Sie sind für Vögel, Bienen und viele andere Insekten ein wahres Paradies.

10. Sorge für einen sonnigen und offenen Garten

bienen schützen
Bienen bevorzugen Temperaturen ab 20 Grad.

Ein schattiges Plätzchen unter großen Bäumen im Garten ist an heißen Tagen der ideale Ort zum Relaxen. Bienen sehen dies anders. Denn sie bevorzugen sonnige und offene Flächen.

11. Stelle eine Kräuterpyramide auf

Kräuter bereichern nicht nur den Speiseplan des Menschen, sondern auch jenen von Bienen. Dafür reicht zwar ein größeres Kräuterbeet aus, aber mit einer Kräuterpyramide oder -spirale hilfst du den Insekten gleich mehrfach. Denn in einer Kräuterspirale aus Stein finden Wildbienen Erdlöcher, Ritzen und Hohlräume, die sie als Nistplatz nutzen können.

Zum Bepflanzen der Kräuterpyramide eignen sich blühende Kräuter wie zum Beispiel:

  • Bergbohnenkraut
  • Lavendel
  • Liebstöckl (Maggikraut)
  • Katzenminze
  • Koriander
  • Oregano
  • Rosmarin
  • Salbei
  • Thymian
  • Zitronenmelisse

Hinweis:

Küchenkräuter nutzen Bienen nur, wenn du bei der Ernte zurückhaltend bist und die Kräuter blühen lässt.

12. Lege ein Sandarium für Wildbienen an

bienen sandarium
Bei einem Sandarium handelt es sich um eine Sandbeet.

Da viele Wildbienen in der Erde nisten, ist ein Sandarium der ideale Nistplatz für die Insekten.

Ein Sandarium braucht nicht viel Platz im Garten und ist einfach anzulegen:

  • vollsonnigen Platz im Garten wählen
  • Größe: mindestens 40 x 40 Zentimeter, gerne auch größer
  • Mulde mit einer Tiefe von mindestens 50 Zentimetern ausheben; Wildbienen graben lange Niströhren
  • mit Sand auffüllen
  • keinen Spielplatzsand verwenden (zu feinkörnig, lässt die Röhren einstürzen)
  • ideal ist ungewaschener, grober Sand unterschiedlicher Körnung (von einem Steinbruch)
  • Förmchenprobe: feuchten Sand in einen Joghurtbecher füllen, Becher auf den Kopf stellen und trocknen lassen; hält die Form, ist der Sand geeignet
  • Sand zu einem Hügel oder einer Schräge aufhäufeln (Abfluss von Regenwasser, schnelleres Abtrocknen
  • Hügel / Schräge mit der Schaufel festklopfen (zum Verdichten des Sands)
  • Totholz an den Rändern auslegen (Äste, Wurzeln, alte Weinreben oder Brennholz); dient den Bienen zum Verschließen der Bruthöhlen bzw. -röhren
  • Brombeerranken oder Rosenschnitt locker auf dem Sandbeet verteilen (hält Katzen ab)
  • Futterpflanzen für Wildbienen um das Sandarium herum pflanzen; niedrige Pflanzen setzen, damit das Sandbeet sonnig bleibt

Tipp:

Ist dein Gartenboden sehr lehmig, solltest du am Boden der Mulde eine Drainageschicht aus grobem Kies oder Ziegelbruch anlegen, damit Regenwasser gut abfließen kann.

13. Vergiss den Balkon nicht

balkon bienenfreundlich gestalten
Die violette Farbe des Lavendels erkennen Bienen besonders einfach.

Für ausreichend Nahrung kannst du auch auf Balkon und/oder Terrasse sorgen. Allerdings solltest du dabei auf Klassiker wie Geranie (Pelargonium) und Petunien (Petunia) verzichten, da ihr Nahrungsangebot für Bienen nur spärlich ist.

Greife stattdessen zu Pflanzen, die besonders bienenfreundlich sind wie zum Beispiel:

  • Fächerblume (Scaevola aemula): bis zu einem Meter lange Blütenkaskaden, pflegeleicht
  • Felsen-Steinkraut (Aurinia saxatilis): Frühlingsblüher
  • Glattblatt-Aster (Aster novi-belgii): Herbstblüher, wichtige Nahrungsquelle zwischen September und November
  • Italienische Waldrebe (Clematis viticella): Kletterpflanze, blüht bis September (späte Nahrungsquelle)
  • Katzenminze (Nepeta): besonders hoher Nektarwert für Bienen
  • Lavendel (Lavendula angustifolia): zieht Bienen an, hält Mücken fern
  • Männertreu (Lobelia erinus): Dauerblüher, Bienenmagnet
  • Margeriten (Leucanthemum): einfache Blüten mit viel Nahrung
  • Mehlsalbei (Salvia farinacea): späte Nahrungsquelle (blüht bis zum ersten Frost)
  • Portulakröschen (Portulaca umbraticola): pflegeleichter Dauerblüher
  • Schneeheide (Erica carnea): ab Dezember für die winterliche Balkonbepflanzung; blüht bis April des darauffolgenden Jahres
  • Vanilleblume (Heliotropium arborescens): Duft lockt Bienen an, zahlreiche Blütenstände
  • Wandelröschen (Lantana camara): Wildbienenmagnet, blüht von Mai bis in den Oktober
  • Zauberschnee (Euphorbia hypericifolia „Diamond Frost“): pflegeleichter Dauerblüher (Mai bis zum ersten Frost)

14. Baue Beetumrandungen aus Pflanzen statt aus Steinen & Zäunen

bienenfreundliche pflanzen
Es muss nicht immer ein Buchsbaumhecke oder eine Mauer als Beetabgrenzung dienen. Blühende Pflanzen sind genauso geeignet.

Beetumrandungen geben dem Garten Struktur, da sie beispielsweise Blumen- oder Gemüsebeete von anderen Gartenbereichen abgrenzen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie bienenunfreundlich sein müssen.

Daher solltest du auf niedrige Zäune / Mauern, kleine Wege oder winzige (Buchsbaum-)Hecken verzichten und stattdessen auf blühende Pflanzen als Beetumrandung setzen wie zum Beispiel:

  • Lavendel (Lavandula)
  • Blutroter Storchschnabel (Geranium sanguineum)
  • Balkan-Storchschnabel (Geranium marcorrhizum)
  • Frauenmantel (Alchemilla)
  • Kapuzinerkresse (Tropaeolum)
  • Purpurglöckchen (Heuchera)
  • Sommerspiere (Spiraea japonica)

Tipp:

Küchenkräuter wie Thymian oder Oregano eignen sich ebenfalls für die Beetumrandung. Bienenfreundlich sind sie jedoch nur, wenn du die Kräuter blühen lässt.

15. Mache dir einen konkreten Plan bevor du startest

insektenfreundlicher garten
Zu einem insektenfreundlichen Garten gehört viel mehr als nur verwilderte Pflanzen. Informiere dich & plane deinen Garten sorgfältig!

Obwohl der bienenfreundliche Garten oft als naturnah oder verwildert beschrieben wird, solltest du dir vor dem Start einen Plan machen. Denn was in anderen Gärten so natürlich aussieht, ist auch dort geplant.

Merke:

Auf keinen Fall solltest du einfach so in den Baumarkt oder ein Gartencenter fahren. Die riesige Auswahl wird dich schnell von deinem Vorhaben ablenken.

16. Bepflanze Lücken in deinen Beeten

bienenfreundliches beet
Nutze das volle Potenzial deiner Beete und bepflanze jede freie Stelle mit Blumen.

Da es oft eine Zeit braucht, bis das Gartenbeet zugewachsen ist, kannst du die Lücken im Beet bienenfreundlich füllen und schlägst dabei zwei Fliegen mit einer Klappe: Den Bienen bietest du eine (zusätzliche) Nahrungsquelle und das Beet sieht hübscher aus.

Setzt du bienenfreundliche Pflanzen als Lückenfüller ins Gemüsebeet, hilft das nicht nur den Bienen, sondern auch dem Gemüse. Besonders empfehlenswerte Kombinationen sind:

  • Berg-Steinkraut (Alyssum monatum) zwischen Brokkoli, Karotten, Schnittlauch oder Zwiebeln
  • Borretsch (Borago officinalis) mit Erdbeeren, Kürbissen oder Tomaten
  • Kamille (Matricaria chamomilla) zu Bohnen, Grünkohl, Gurken, Rosenkohl oder Zwiebeln
  • Kapuzinerkresse (Tropaeolum) neben Brokkoli, Kohl, Kürbis, Rosenkohl oder Zucchini
  • Lavendel (Lavandula) zu Blumenkohl, Brokkoli, Kohl, Rosenkohl oder Sellerie
  • Ringelblume (Calendula officinalis) mit Bohnen, Gurken oder Tomaten
  • Zinnie (Zinnia elegans) neben Gurken, Kartoffeln oder Tomaten

17. Stelle Pflanzkübel auf die Terrasse oder den Balkon

terrasse bienenfreundlich gestalten
Mit Pflanzkübeln bringst du etwas Grün auf deine Terrasse und lieferst gleichzeitig den Bienen eine neue Nahrungsquelle.

Mit Pflanzkübeln auf Balkon oder Terrasse kannst du das Nahrungsangebot für Bienen erweitern und für dich eine Wohlfühloase schaffen. Besonders bienenfreundliche Kombinationen für die Kübelkultur sind beispielsweise:

  • Kapuzinerkresse, Löwenmäulchen und Ringelblume blühen bis in den Oktober.
  • Thymian und Zitronenmelisse sehen mit Tagetes oder Polster-Glockenblume hübsch aus.
  • Für große und kleine Naschkatzen eignen sich Erdbeeren, Balkontomaten oder Topfpaprika.
  • Blühende Kräuter wie Lavendel, Oregano, Salbei und Zitronen-Thymian verwandeln Terrasse und Balkon in eine Duftoase.

18. Achte darauf, ob Honigbienen oder Wildbienen in deinem Garten sind

wildbiene
Wildbienen bevorzugen eher das Einsiedlerleben.
honigbiene
Honigbienen leben im einen Volk von bis zu 50 000 Mitgliedern.

Hast du schon Bienen in deinem Garten gesehen, solltest du herausfinden, ob es sich um Honig- oder Wildbienen handelt:

  • Honigbienen fliegen die verschiedensten Blüten an.
  • Wildbienen sind Nahrungsspezialisten und daher auf bestimmte Blühpflanzen angewiesen.

Achtung:

Möchtest du die Wildbienen in deiner Region unterstützen, solltest du dich vorab informieren (NABU oder Bienenspezialist vor Ort), welche Pflanzen geeignet sind, damit du ihnen die richtigen Nahrungsquellen anbietest.

19. Ersetze Beton- & Steinplatten durch Kieswege

bienenfreundlicher garten
Kieswege bieten Unterschlupf für viele Insekten und auch Wildbienen.

Gartenwege aus Beton- oder Steinplatten sind praktisch und pflegeleicht, haben jedoch den Nachteil, dass dadurch versiegelte Flächen im Garten entstehen. Bienenfreundlich sind Kieswege, die von den Insekten als Unterschlupf genutzt werden können.

Der Vorteil für den Menschen ist, dass sie viel besser in den naturnahen Garten als Platten passen.

20. Fokussiere dich nicht nur auf die Bienen

schmetterlingsfreundlicher garten
Mit unseren Tipps hilfst du nicht nur Bienen, sondern auch vielen anderen Insekten!

Ein bienenfreundlicher Garten zielt zwar in erster Linie auf Bienen ab, aber du solltest andere Nützlinge nicht vergessen. Schmetterlinge sind beispielsweise ebenfalls wichtige Bestäuber, die sich über dein Nahrungsangebot freuen werden. Zu den sogenannten Schmetterlingspflanzen gehören beispielsweise

  • Duftnessel (Agastache rugosa)
  • Dunkle Weg-Malve (Malva sylvestris var. mauritana)
  • Färberkamille (Anthemis tinctoria)
  • Hohe Fetthenne (sedum telephium)
  • Phlox
  • Rispenhortensie „Butterfly“ (Hydrangea pniculata „Butterfly“)
  • Sommerflieder (Buddleja davidii)

21. Sammle Schneckenhäuser und verteile sie im Garten

wildbienenfreundlicher garten tipps
Platziere die verlassene Schneckenhäuser an einem sonnigen Ort, dort werden sie von den Wildbienen am besten angenommen.

Leere Schneckenhäuser dienen manchen Wildbienenarten als Nistplätze. Dafür legt das Bienenweibchen Eier und einen Pollenvorrat im Schneckenhaus ab. Die Öffnung verschließt die Biene anschließend mit einem klebenden Brei aus zerkauten Pflanzenblättern.

22. Baue Hummelnester

insektenhotel bauen
Baue ein Insektenhotel aus einem alten Blumentopf. Um Hummeln zu helfen, musst du ihn aber in die Erde stecken (siehe die folgende Anleitung)

Hummeln gehören zu den Echten Bienen und sollten im bienenfreundlichen Garten nicht vernachlässigt werden. Für die begatteten Jungköniginnen ist es wichtig, dass sie den Winter in einem warmen Nest überdauern können. Wie du ein „Bienennest“ bauen kannst, verrät dir die folgende Anleitung.

Materialien

  • Blumentopf (Durchmesser: 20 Zentimeter)
  • ein Stück Schlauch (Durchmesser: 1,8 Zentimeter; Länge: 30 Zentimeter) als Ein- und Ausgang
  • Hühnerdraht
  • Fliese oder Schieferstück
  • trockenes Stroh als Nistmaterial

Anleitung

  • Stroh mit Schere oder Messer in kleinere Stücke schneiden
  • eine Wiege aus dem Hühnerdraht formen
  • in den Topf setzen
  • etwa die Hälfte mit dem zerkleinerten Stroh befüllen (reichlich, aber nicht zu fest)
  • Schlauchstück mit einer Nadel perforieren (Ablauflöcher)
  • ein Ende in einem flachen Winkel in die Wiege legen
  • Wiege mit Stroh auffüllen
  • Loch ins Gartenbeet graben (Tiefe: etwa ein Drittel des Blumentopfes)
  • Topf umdrehen und im Loch „versenken“
  • Schlauchstück dabei nicht knicken
  • lockeres Erdreich um den Topf anhäufeln; Schlauchende muss noch herausragen
  • Schieferplatte oder Fliese auf den Blumentopf legen (Nässeschutz)

23. Vermeide es, den Garten mit organischen Materialien zu bedecken

wildbienen retten
So beliebt Rindenmulch auch sein mag, vermeide es ihn in deinem Garten zu verteilen.

Rindenmulch hat für den Hobbygärtner eine Reihe von Vorteilen, denn der Mulch

  • verhindert, dass Unkraut wächst
  • überdeckt kahle Stellen im Beet
  • schützt vor Erosion

Für Wildbienen bedeutet Rindenmulch jedoch ein echtes Desaster. Denn die gehäckselten Rindenstücke versperren ihnen den Zugang zum Boden, welchen etwa zwei Drittel der heimischen Wildbienen zum Nisten nutzen.

Es bleibt den Bienen also nichts anderes übrig als andere Nistplätze zu suchen, die selten geworden sind (Stichwort: Versiegelung) und in der näheren Umgebung keine bzw. schlechte Nahrungsquellen bieten.

Worauf sollte ich bei der Bepflanzung achten

Eine bienenfreundliche Bepflanzung ist das A und O im Garten für Wild- und Honigbienen. Die Auswahl an Gartenpflanzen ist riesig, aber manche Pflanzen eignen sich besser als andere. Zudem solltest du auf die Herkunft von Blumen und Stauden achten.

Das solltest du vermeiden!

24. Vermeide Pflanzen mit vielen Blütenblättern

pflanzen, die bienen nicht mögen
Durch die vielen Blüttenblätter kommen die Bienen nur schwer an den Nektar wie z.B. bei der gefüllten Dahlie.

Viele Blütenblätter lassen die Blüte üppiger erscheinen. Das erfreut zwar den Gartenbesitzer, ist jedoch für Bienen hinderlich. Denn sie müssen sich erst durch die vielen Blütenblätter hindurchkämpfen, um an den Nektar zu kommen.

Ein Vorhaben, dass ihnen selten bis gar nicht gelingt. Mit anderen Worten: Sie stehen vor dem gedeckten Tisch, kommen jedoch nicht an die Nahrung ran.

25. Verzichte auf Pflanzen mit gefüllten Blüten

bienen retten
Stiefmütterchen sind nur als hochgezüchtete Sorten erhältlich und bieten daher kaum Nektar für die Bienen.

Gefüllte Blüten wie jene mit vielen Blütenblättern sind eine Mogelpackung für Bienen. Denn bei diesen Zuchtformen werden in der Regel die Staubblätter in Blütenblätter „umgewandelt“.

Die Blüte sieht zwar üppiger aus, kann aber mangels Staubblätter keinen Nektar bzw. Pollen mehr produzieren. Deshalb sind sie für Bienen wertlos.

Hinzu kommt, dass die Insekten die Blüten trotzdem anfliegen und versuchen, an den vermeintlichen Nektar heranzukommen. Das kostet die Bienen viel Kraft und Energie, ohne Erfolg zu haben.

Gefüllte Blüten gibt es leider bei vielen Pflanzen. Nachstehend findest du eine kleine Auswahl beliebter Blühpflanzen mit gefüllten Blüten, die es aber auch ungefüllt (bienenfreundlich) gibt:

  • Akelei
  • Chrysanthemen
  • Clemtais
  • Dahlien
  • Gänseblümchen
  • Narzissen
  • Nelken
  • Pfingstrosen
  • Rittersporn
  • Rosen
  • Sonnenblumen

26. Vermeide diese Pflanzen

Bienenfreundlicher garten fehler
Lebensbäume sind beliebte Pflanzen für Hecken, leider sind sie für Bienen wertlos. Die Bestäubung erfolgt über den Wind.

Neben Zuchtformen mit gefüllten Blüten und/oder vielen Blütenblättern gibt es aber auch noch andere Pflanzen, die für Bienen einen geringen Nahrungswert haben. Deshalb solltest du folgende Gewächse im bienenfreundlichen Garten vermeiden:

  • Flieder (Syringa vulgaris): meist nur hochgezüchtete Edelsorten erhältlich (bieten kaum Nektar); wilde Fliedersorten produzieren bitter schmeckenden Nektar (mögen Bienen nicht)
  • Forsythie (Forsythia x intermedia): für Bienen wertlos; keine Pollen- und Nektarproduktion
  • Lebensbaum (Thuja occindentalis): produziert weder Pollen noch Nektar (Windbestäubung)
  • Nadelbäume setzen auf Windbestäubung
  • Stiefmütterchen (Viola wittrockiana): nur hochgezüchtete Sorten erhältlich (bieten kaum oder keinen Nektar); bei Hornveilchen (Viola cornuta) besteht dieses Problem nicht
  • Tulpen (Tulipa): Gartentulpen bieten wenig Nektar (geringer Trachtwert); Wildtulpen (Tulipa sylvestris) sind okay
  • Waldbäume wie Birken (Betula), Buchen (Fagus) und Eichen (Quercus) setzen auf Windbestäubung und produzieren keinen Nektar für Bienen

Das solltest du tun!

27. Hole dir Inspiration für bienenfreundliche Blumen von deinem Nachbarn

bienen im garten
Welche Pflanzen sind bienenfreundlich? Ganz einfach, schaue was bei deinem Nachbarn bereits gut ankommt und pflanze es nach.

Bist du dir unschlüssig, welche bienenfreundlichen Blumen du pflanzen sollst, hol dir Inspiration von einem bienenfreundlichen Gartenbesitzer. Vielleicht ist es dein Nachbar oder du entdeckst beim Spazierengehen einen Garten, indem es nur so summt und brummt.

Mit etwas Glück schenkt dir der Bienenfreund sogar ein paar Pflanzen für deinen Garten.

28. Verwende BIO-Saatgut

bio saatgut
BIO Saatgut zeichnet sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Schädlingen und wechselnden Klimabedingungen aus.

Unabhängig davon, ob du Blühpflanzen setzen oder Gemüse anbauen möchtest, für den bienenfreundlichen Garten solltest du nur BIO-Saatgut verwenden.

Denn herkömmliches Saatgut ist oft gebeizt, also mit Fungiziden und/oder Insektiziden behandelt, um die Pflanzen vor Schädlingen und Pilzerkrankungen zu schützen.

Da auch die herangewachsenen Pflanzen mit diesen Giftstoffen belastet sind, werden aus den bienenfreundlichen Gewächsen tödliche Fallen für die Insekten.

Zudem kann es bis zu drei Jahre dauern, bis die Beize den Boden nicht mehr kontaminiert. Selbst wenn du also im nächsten Jahr zu BIO-Saatgut wechselt, können die Pflanzen noch Insektizide enthalten und die Bienen töten.

29. Ziehe heimische Pflanzen vor

heimische pflanzen für bienen
Glockenblumen sind die erste Anlaufstelle bei Regen für Bienen. Auch bieten sie einen Schlafplatz.

Bienen, insbesondere Wildbienen, haben sich im Laufe ihrer Entwicklung auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Da die Spezialisierung auf eine Zeit zurückgeht, in der Exoten und Zuchtformen nicht der Standard im Garten waren, können die Insekten mit diesen Pflanzen wenig anfangen. Mit anderen Worten: Für Bienen sind sie in puncto Nahrung wertlos.

Heimische, regionale Pflanzen sind daher ideal für Bienen. Zudem solltest du die sogenannte Wildform den angebotenen Zuchtformen vorziehen. Denn nur Erstere ist eine wertvolle Nahrungsquelle für Wild- und Honigbienen.

30. Pflanze bienenfreundliche Stauden und Blumen

bienenfreundliche blumen
Die Sonnenblume, ein Klassiker unter den bienenfreundlichen Stauden.

Hast du erst einmal damit begonnen, auf bienenfreundliche Pflanzen zu achten, wirst du schnell feststellen, dass die Auswahl riesig ist. Nachstehend findest du Stauden, die in keinem bienenfreundlichen Garten fehlen sollten:

  • Astern
  • Akelei
  • Feder-, Pfingst- oder Kartäusernelken
  • Glockenblumenarten
  • Krokusse
  • Moschusmalve
  • Sonnenhüte
  • Sonnenblumen

31. Pflanze die Blumen in verschiedenen Höhen

bienenfreundliche sträucher
Durch die Blüten in verschiedenen Ebenen haben es die Bienen leichter die Nahrungsquelle zu entdecken.

Im Wildstaudenbeet herrscht geordnete Wildnis. Den Bienen bietest du Blumen in verschiedenen Höhen und Farben an und die richtige Pflanzung macht das Beet zu einem echten Hingucker.

Die Basis bilden hohe Leitstauden, die von niedrigeren Begleitstauden umgeben werden. An die Ränder des Beets kommen flachwachsende Stauden. Möchtest du das Wildstaudenbeet am Zaun oder einer Wand anlegen, setzt du die Leitstauden ganz hinten. Bei freiliegenden Beeten kommen sie in die Mitte.

Beispiele für Leitstauden mit Blütezeit:

  • Diptam (Dictammus albus): Juni – Juli
  • Gelber Eisenhut (Aconitum lycoctonum): Juni – August; sehr giftig
  • Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris): Mai – Juni, verträgt auch Schatten
  • Großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum): Juli – August
  • Moschusmalve (Malva moschata): Juli – September
  • Natternkopf (Echium vulgare): Juni – September
  • Schafgarbe (Achillea millefolium): Juni – Juli

Auswahl an bienenfreundlichen Begleitstauden:

  • Blutstrochschnabel (Geranium sanguineum): Juni – August, verträgt auch Schatten
  • Gewöhnliche Flockenblume (Centaurea jacea): Juni – Juli
  • Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatus): Juni – August
  • Kuckuckslichtnelke (Lychnis flos-cuculi): Mai – Juli
  • Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia): Juni – Juli
  • Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia): Juni – Juli
  • Taubenskabiose (Scabiosa columbaria): Juli – September
  • Wiesensalbei (Salvia pratensis): Juni – August
  • Wirbeldost (Clinopodium vulgare): Juli – Oktober

Für die Randbepflanzung des Wildstaudenbeets eignen sich Bodendecker wie:

  • Filziger Frauenmantel (Alchemilla glaucescens): Juni – August
  • Kriechender Günsel (Ajuga reptans): Mai – Juni, verträgt auch Schatten
  • Walderdbeere (Fragia vesca): Mai – Juni

32. Pflanze viele Blumen einer Sorte bzw. Farbe nebeneinander

bienenfreundliche sträucher winterhart
Bienen fühlen sich mehr zu vielen Pflanzen einer Sorte hingezogen, als zu vielen einzelnen Pflanzen nebeneinander.

Zugegeben, ein kunterbuntes Staudenbeet ist nicht jedermanns Sache. Dies ist jedoch kein Hindernis für ein bienenfreundliches Gartenbeet. Denn Bienen nutzen auch einfarbige Blumenbeete als Nahrungsquellen.

Damit sie das Nahrungsangebot finden, solltest du jedoch viele Blumen nebeneinander pflanzen. Damit schaffst du ein Blütenmeer, indem es nur so summt und brummt. Setzt du beispielsweise Astern, kannst du aus vielen Farben wählen und bietest den Bienen im Herbst eine Nahrungsquelle.

Merke:

Bei einem einfarbigen Blumenbeet ist Rot die schlechteste Wahl, da Bienen rotblind sind. Deswegen solltest du auf stark duftende Blumen zurückgreifen.

33. Bevorzuge Pflanzen mit bläulichen, violetten oder gelben Blüten

lavendel bienenfreundlich
Während für Menschen die Farbe Rot hervorsticht, sind Bienen rotblind. Sie erkennen violette Töne am besten.

Bienen, die auf Nahrungssuche sind, finden Nahrungsquellen in der Regel aufgrund der Blütenfarbe. Besonders gut erkennen sie bläuliche, violette und gelbe Blüten. Zudem nehmen sie kräftige Farben stärker wahr.

Daher dürfen Blumen, die in den „Lieblingsfarben“ der Bienen blühen, im bienenfreundlichen Garten nicht fehlen. Findest du diese Farben nicht so toll, solltest du sie zumindest als Farbtupfer im Blumenbeet pflanzen. Sehen die Insekten beispielsweise ein kräftiges Violett, fliegen sie auch benachbarte Pflanzen in helleren Farbtönen an.

34. Sorge für eine durchgehende Blütezeit über das ganze Jahr

bienenfreundliche pflanzen winterhart
Vertreter der Gattung Sedum sind bienenfreundliche Spätblüher.

Wenn du Bienen, insbesondere Wildbienen, mit Nahrungsquellen unterstützen möchtest, dann müssen sich die Insekten auf dich verlassen können. Deshalb ist es unabdingbar, dass sie von Frühling bis in den Oktober / November Blüten vorfinden. Dabei ist es besonders wichtig, dass du Frühblüher und Herbstblüher setzt, denn im Frühjahr und Herbst ist das Nahrungsangebot für Bienen eher spärlich.

Hinweis:

Manche Frühblüher sind hierzulande nicht ursprünglich. Sie gelten jedoch als „heimisch“, da sie auch einigen Wildbienenarten als Nahrungsquelle dienen.

Bienenfreundlichen Frühblüher:

  • Apfelbaum (Malus domestica)
  • Blauregen (Wisteria)
  • Blausternchen (Scilla Siberica)
  • Kegelblume (Puschkinia Libanotica)
  • Lungenkraut (Pulmonaria)
  • Mahonie (Mahonia)
  • Schneeglöckchen (Galanthus)
  • Schneeheide (Erica carnea)
  • Schwarzdorn (Prunus spinosa)
  • Stachelbeere (Ribes uva-crispa)
  • Sternhyazinthe (Chionodoxa forbessii)
  • Süßkrische (Prunus avium)
  • Traubenhyazinthe (Muscari armeniacum)
  • frühblühende Wildkrokusse (Bezeichnung im Handel: Botanische Krokusse): bunter Mix ist ideal
  • Wildtulpe (Tulipa)
  • Zierlauch (Allium)

Bienenfreundliche Herbstblüher:

  • Astern
  • Fetthenne

35. Verwende nektarreiche Blumen

bienen nektarreiche blumen
Krokusse liefern den Bienen bereits im Frühjahr viel Nektar.

Ob Blumen und andere Blühpflanzen nektarreich sind, wird mit dem sogenannten Nektarwert (N) angegeben. Die Einstufung erfolgt nach folgenden Werten:

  • 0: nichts
  • 1: gering
  • 2: mittel
  • 3: gut
  • 4: sehr gut

Blumen mit einem Nektarwert von 3 oder 4 sind beispielsweise:

  • Adonisröschen (Adonis vernalis): N = 3
  • Alexandriner Klee (Trifolium alexandrinum): N = 4
  • Echte Engelwurz (Angelica archangelica): N = 3
  • Frühlingskrokus (Colchicum bulbocodium): N = 3
  • Futterwicke (Vicia sativa): N = 4
  • Gewöhnliche Hundszunge (Cynoglossum officinale): N = 3
  • Hecken-Kälberkopf (Chaerophyllum temulum): N = 3
  • Kornblume (Centaurea cyanus): N = 3
  • Marlendistel (Silybum marianum): N = 3
  • Sonnenblume (Helianthus): ungefüllt, N = 3
  • Steinklee (Melilotus albus): N = 4

Hinweis:

Nektarwert und Pollenwert sind die beiden Kennwerte des Trachtwertes, der ebenfalls Auskunft über die Bienenfreundlichkeit von Pflanzen gibt.

36. Wähle Pflanzen mit einfachen Blüten

bienenfreundlicher rasen
Einfache Blüten von z.B. Gänseblümchen machen es den Bienen leicht an die Nahrungsquelle zu gelangen.

Da die Blüten vieler Pflanzen hochgezüchtet sind, mögen Blumen mit wenigen Blütenblättern auf den ersten Blick bescheiden wirken, geben deinem Garten jedoch einen naturnahen Charakter. Für Bienen sind diese Blütenformen wichtig, denn Nektar und Pollen sind für die Bienen einfach zu erreichen. Einfache Blüten haben beispielsweise:

  • Gänseblümchen (Wildform, Bellis perennis): buttergelbes Zentrum mit weißen Blütenblättern als Umrandung
  • Ysop: einfache Kelchblüten

Ebenfalls bienenfreundliche Blüten, die jedoch überhaupt nicht „einfach“ sind, haben beispielsweise Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) oder Gewöhnlicher Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia).

37. Lass die Pflanzen ausblühen

pflanzen ausblühen lassen
Verblühte Pflanzen liefern oftmals gutes Baumaterial für Insekten.

Zwar dienen Blüten Bienen in erster Linie als Nahrungsquelle, aber so manche Wildbiene nutzt sie auch für andere Zwecke, wie zum Beispiel als Schlafplatz oder als Baummaterial für das Nest. Daher solltest du Blüten ausblühen lassen und nicht beim ersten verwelkten Blütenblatt abschneiden.

38. Pflanze duftende Blumen

bienen nahrung
Die Bechermalve besitzt eine eindrucksvolle Blüte, die einen angenehmen Duft für Insekten versprüht & Nahrung bietet.

Da sich Bienen bei der Nahrungssuche auch am Duft von Pflanzen orientieren, solltest du Blumen setzen, die sie anziehen. Besonders magisch wirkt auf die Insekten der Geruch von

  • Bechermalven (Lavstea trimestris): blüht bis Oktober, zieht auch Hummeln und Schmetterlinge an
  • Gewöhnlichen Seidenpflanzen (Asclepias syriaca): blühen von Juni bis September, duften intensiv nach Honig
  • Lavendel (Lavamdula): blüht von Juni bis August

Weitere duftende, bienenfreundliche Pflanzen sind beispielsweise:

  • Anis-Duftnessel (Agastache foeniculum)
  • Bartfaden (Penstemon)
  • Funkie (Hosta)
  • Goldlack (Erysimum)
  • Steinquendel (Calamintha)
  • Nelke (Dianthus)

39. Sorge auch für eine Bepflanzung der Wände & Zäune

bienen kletterpflanzen
Brombeeren sind klassische Kletterpflanzen, die Bienen eine reiche Nahrungsgrundlage bieten.

Wände, Mauern und Zäune sollten im bienenfreundlichen Garten nicht ohne Bepflanzung bleiben. Denn für Bienen erfüllen Kletterpflanzen verschiedene Funktionen.

Zum einen können die Insekten im dichten Laub bei Regen Schutz suchen. Zum anderen sind die Blüten eine leicht zugängliche Nahrungsquelle für Bienen.

40. Baue Pflanzen an, die Nistmaterial liefern

blauregen
Bei der Wahl von Pflanzen, die Nistmaterial bieten sollen, ist es wichtig die regionalen Wildbienenarten zu kennen, damit sie angenommen werden.

Manche Wildbienenarten brauchen für den Bau ihrer Brutzellen Pflanzenmaterial. Dabei bilden längliche bis ovale Stücke von Blättern und Blüten die Wände der Zellen. Runde Stückchen dienen als Boden und Deckel der Brutzellen.

Andere Wildbienen bauen das Nest aus der Behaarung von Blütenständen. Um diese Spezialisten unter den Wildbienen zu unterstützen, solltest du beispielsweise folgende Pflanzen anbauen:

  • Bauhinien (Bauhinia)
  • Bettlerkraut (Desmodium)
  • Blauregen (Wisteria)
  • Klatschmohn (Papaver rhoeas)
  • Rosen (Rosa)
  • Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
  • Schmetterlingsflieder (Buddleja)
  • Schneebeere (Symphoricarpos)
  • Storchschnabel (Gernanium)
  • Strohblume (Anthidium oblongatum): behaarter Blütenstand

Tipp:

Da Wildbienen oft nur regional vorkommen, solltest du dich erkundigen, welche Pflanze für die Wildbiene deiner Region ideal ist.

41. Schaffe Variationen in der Blütenform und Farbe

tulpen bienen
Tulpen sind schlecht geeignet für Bienen. Sie liefern kaum Nektar und Pollen.

Obwohl Bienen Blüten anders als Menschen sehen, ist eine bunte Farbenmischung ideal für die Insekten. Dabei solltest du jedoch mit roten Blüten sparsam umgehen, da Bienen Rot als Schwarz wahrnehmen.

Zudem fliegen sie unterschiedliche Blütenformen an. Während Honigbienen flachen Blüten den Vorzug geben, mögen Hummeln röhrenförmige Blüten lieber.

42. Lass den Löwenzahn stehen

löwenzahn bienenfreundlich
Oftmals musst du für einen bienenfreundlichen Garten sogar weniger Aufwand betreiben. Lass z.B. den Löwenzahn stehen und die Bienen werden sich freuen.

Für Rasenenthusiasten ist der Gewöhnlichen Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia) der erklärte Feind. Für Bienen, insbesondere Wildbienen, ist er ein verlässlicher Partner mit hohem Nektar- und sehr hohem Pollenwert.

Daher solltest du ihn in seiner Hauptblütezeit von April bis Mai/Juni stehen lassen. Danach solltest du ihn auch nicht zur Gänze abmähen, denn Löwenzahn blüht bis in den Herbst hinein und wird nach dem Sommer zu einer wichtigen Nahrungsquelle für Bienen.

Wie sieht eine bienenfreundliche Gartenpflege aus?

43. Vermeide Pestizide

bienensterben aufhalten
Pestizide sorgen für Massensterben der heimischen Insekten, vermeide sie unbedingt.

Pestizide und andere Chemikalien haben im bienenfreundlichen Garten nichts zu suchen. Denn die Pflanzenschutzmittel unterscheiden nicht zwischen Schädlingen und Nützlingen.

Die gute Nachricht ist: Mit einem bienenfreundlichen Garten lockst du nicht nur Bienen, sondern auch viele andere nützliche Insekten und Vögel an. Zusammen achten sie auf deine Pflanzen und sorgen dafür, dass Schädlinge kaum Chancen haben.

Außerdem sind Blumen und Stauden im naturnahen Garten gesünder und kräftiger, sodass sie einen Schädlingsbefall aus eigener Kraft abwehren können.

44. Lass den Rasen wachsen

bienenfreundliche Wiese
So schön ein frisch gemähter Rasen aussehen mag, für Bienen bietet er keine Nahrungsquelle.

Eine gepflegte Rasenfläche zeichnet sich hierzulande durch einen kurz geschnittenen Rasen aus. Dies mag dem Garten ein akkurates Aussehen verleihen, aber bienenfreundlich ist das nicht. Daher solltest du den Rasenmäher öfter im Schuppen oder der Garage stehen lassen.

Haben sich Margeriten angesiedelt, solltest du den Bienen zuliebe um sie herum mähen. Blühen Gänseblümchen und Löwenzahn auf dem Rasen, solltest du diese Blumen so lange wie möglich stehen lassen.

45. Setze nur torffreie Erde ein

insektenfreundliche erde garten
Verwende anstelle von Torferde Blumenerde aus regionalen Kompostieranlagen.

Torf wird heutzutage als ökologisch bedenklich eingestuft. Das gilt vor allem für den Torfabbau. Denn dadurch werden in Mooren Lebensräume für Pflanzen und Tiere zerstört.

Im eigenen Garten trocknet er à la longue den Boden aus. Zudem hat Torf einen hohen Säuregrad, was nur wenigen Pflanzen guttut.

46. Sei vorsichtig beim Rasenmähen

mähroboter vermeiden
Mähroboter sind der Erzfeind eines tierfreundlichen Gartens.

In puncto Rasenmähen gilt für den bienenfreundlichen Garten: Weniger ist mehr! Zudem solltest Mähroboter verbannen, da sie den Rasen für Bienen viel zu kurz abschneiden.

Wenn du mähst, dann mache dies nicht an heißen Nachmittagen. Denn in dieser Zeit nutzen Bienen deinen Rasen, um sich vor der Sonne zu schützen. Außerdem sind kühlere Temperaturen auch für deinen Kreislauf besser.

47. Schneide Pflanzenstängel nicht zurück

bienenfreundliche stauden
Schneide Stauen erst im Frühjahr zurück. Dann können die Wildbienen in den hohlen Pflanzenstängeln überwintern.

Pflanzenstängel werden von manchen Wildbienenarten als Nistplatz oder als Wohnraum genutzt. Damit die Bienen ein Zuhause finden, solltest du Pflanzenstängel nicht abschneiden.

Stellst du eine Besiedelung fest, solltest du die Stängel ein Jahr stehen lassen. Denn es kann bis zu zwölf Monate dauern, bis Jungbienen ihr Zuhause verlassen.

48. Vermeide es, Bienen in gefährliche Situationen zu bringen

gartenteich für bienen
Ein Gartenteich ist eine tolle Hilfe für alle Tiere. Achte unbedingt auf eine Ausstiegsmöglichkeit z.B. ein Grashalm im Wasser.

Bienen verfügen über ein gutes Merkvermögen. So können sich die Insekten an gefährliche Situationen erinnern, denen sie entkommen sind. Die Folge ist, dass sie diesen speziellen Ort nicht mehr anfliegen oder sich nervös verhalten. Gefährliche Situationen für Bienen sind beispielsweise:

  • Zusammentreffen mit der für Bienen todbringenden Krabbenspinne (Lauerjäger auf Blüten)
  • Wasserquellen ohne bienengerechte Landemöglichkeit & Ausstiegshilfe (ertrinken)
  • Insektenhotels (todbringende Feinde und/oder Nahrungsdiebe)
  • Abschneiden von hohlen Pflanzenstängeln im zeitigen Frühjahr (vor dem Schlupf der Bienen)
  • Bienenstichprävention: Mülleimer und Lebensmittelbehälter abdecken, keine grellen Farben oder Blumenmuster tragen

Hinweis:

Triffst du im Garten auf eine Biene, verhalte dich ruhig und verschiebe dein Vorhaben auf später. Kommt es zu einem Bienenstich, stirbt das Tier.

49. Lass Unkraut im Beet und Rasen wachsen

unkraut im garten
Löwenzahn setzt sich fast überall durch. Lass ihn am Leben.

Aus Sicht des Hobbygärtners handelt es sich bei Unkraut um Pflanzen, die unerwünscht sind und deshalb entfernt werden (müssen). Im bienenfreundlichen Garten ist das Jäten der Beete zwar nicht verboten, aber du solltest die unbeliebte Aufgabe entspannt sehen. Denn viele Unkräuter sind bei Bienen beliebte Nahrungsquellen.

Was für das Beet gilt, gilt auch für den Rasen. Klee, Löwenzahn und Gänseblümchen sind wertvolle Nahrungslieferanten für Bienen und Hummeln.

50. Helfe schwachen Bienen

schwachen bienen helfen
Schwachen Bienen hilfst du am besten mit einer Zuckermischung (siehe Anleitung)

Siehst du eine Biene oder Hummel, die regungslos dasitzt oder nur mehr erschöpft herumkrabbelt, darfst du ihr helfen. Am besten ist es, wenn du dem Insekt Zuckerwasser zum Trinken anbietest. Honig ist nicht geeignet, da er für die Tiere aufgrund der Verarbeitung giftig sein kann. Gehe wie folgt vor:

  • Zucker in lauwarmem Wasser auflösen (Verhältnis 1:1)
  • ein paar Tropfen vor der Biene platzieren
  • alternativ: Bierdeckel oder anderes äußerst flaches Gefäß verwenden

In der Regel wird die Biene kurz danach anfangen, das Zuckerwasser zu trinken. Hat sie genügend Kraft und Energie getankt, begibt sie sich auf den Heimflug. Bemerkt sie die süße Versuchung nicht, kannst du einen winzigen Tropfen auf die Beine der Biene oder Hummel geben. Dabei dürfen die Flügel auf keinen Fall nass werden.

Hinweis:

Reagiert die Biene auf deine Hilfe überhaupt nicht, kann es sein, dass sie krank oder altersschwach ist und sterben wird.

FAQ – Häufige Fragen zum Thema „bienenfreundlicher Garten“

In welchem Umkreis suchen Bienen nach Nahrung?

Bienen fliegen bis zu fünf Kilometer, um Nahrung zu finden. Da diese Strecke den Insekten viel Kraft und Energie kostet, nehmen sie nähere Nahrungsangebote dankbar an. Es kann allerdings etwas dauern, bis sie deinen bienenfreundlichen Garten entdecken.

Sind Wildbienen gefährlich?

Wildbienen besitzen wie Honigbienen einen Stachel. Zum Stich kommt es allerdings nur, wenn sie akut bedroht sind. Außerdem ist bei manchen Arten der Stachel so schwach, dass er die menschliche Haut nicht durchdringen kann.

Wie helfe ich spezialisierten Wildbienen?

Spezialisierten Wildbienen fliegen nur wenige Pflanzen an. Hinzukommt, dass sie je nach Art auf bestimmte Pflanzenarten angewiesen sind. Nahrungsquellen sind beispielsweise Wiesenschafgrabe, Wiesenpippau, Kratz- und Eselsdisteln, Hahnenfuß oder Rainfarn.

Ein Kommentar

  1. Hallo,
    ich finde den Artikel sehr gut und informativ und würde ihn gerne in unsere Homepage stellen.
    Ist dies erlaubt?
    Viele Grüße
    Bauernfeind

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