Du möchtest ein Hochbeet befüllen und bis auf der Suche nach geeignetem Material? Dann ist dir vermutlich schon Rindenmulch in den Sinn gekommen. Deswegen stellst du dir die Frage: Darf ich ein Hochbeet mit Rindenmulch befüllen?

Rindenmulch eignet sich zum Befüllen eines Hochbeets. Dabei kommt es jedoch auf die Menge und die zu befüllende Schicht an. Denn Rindenmulch sollte nicht in jeder Hochbeetschicht das dominierende Füllmaterial sein.

Wie du Rindenmulch beim Befüllen des Hochbeets einsetzen kannst, erfährst du jetzt!

Ist Rindenmulch für ein Hochbeet geeignet?

hochbeet rindenmulch

Zur Frage, wie ein Hochbeet richtig befüllt wird, existieren die unterschiedlichsten Philosophien. Diese umfassen nicht nur die Anzahl der Schichten, sondern auch das Füllmaterial. Deshalb gehen die Meinungen in puncto Rindenmulch weit auseinander. Während ihn die einen verteufeln, ist er für die anderen okay.

Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. Daher lässt sich erst einmal Folgendes festhalten:

  • Rindenmulch ist für das Hochbeet nur bedingt geeignet.
  • Sollte beim Hochbeet-Befüllen mit anderen Materialien vermischt werden.
  • Nur geprüfte Qualität verwenden, darf keine Fremdstoffe enthalten.
  • Muss naturbelassen (ungefärbt) sein.

Für welche Schicht im Hochbeet bietet sich Rindenmulch an?

Wenn du ein Hochbeet mit Rindenmulch befüllen möchtest, solltest du an die unteren Schichten denken. Als Beispiel soll eine 3-Schichten-Lösung dienen. Sie besteht aus (von unten nach oben):

  1. Drainageschicht (Grundfüllung): etwa 40 Prozent der Füllhöhe
  2. Nährstoffschicht (Rottefüllung): etwa 25 Prozent der Füllhöhe
  3. Pflanzschicht (Erdfüllung): etwa 35 Prozent der Füllhöhe

Bei dieser Methode, das Hochbeet zu befüllen, würde der Rindenmulch in der ersten und zweiten Schicht eingearbeitet werden.

Unterste Schicht

Die unterste Schicht dient als Drainage. Diese brauchst du, damit überschüssiges Regenwasser im Gartenboden versickern kann. Hier kann Rindenmulch nützlich sein.

Tipp:

Steht dein Hochbeet auf versiegeltem Untergrund, müssen zusätzlich unten an den Wänden Abflusslöcher vorhanden sein, damit das Wasser abfließen kann.

Mittlere Schicht

Die mittlere Schicht bildet den eigentlichen Kern deines Hochbeets. Denn sie besteht aus den verschiedensten verrottbaren Materialien. Durch die Zersetzung bilden sich

  • Wärme, die als Fußbodenheizung für deine Hochbeetpflanzen fungiert, und
  • Nährstoffe, die als natürlicher Langzeitdünger deine Pflanzen versorgen.

Für die Beigabe von Rindenmulch in dieser Schicht spricht, dass dieser mit der Zeit verrottet. Die Betonung liegt dabei auf dem Ausdruck „mit der Zeit“, denn im Vergleich zu Rasenschnitt, krautigen Gartenabfällen oder leicht verrottendem Laub zersetzt sich Rindenmulch deutlich langsamer.

Hinzukommt, dass dabei dem Boden in den ersten Stadien Stickstoff entzogen wird, welcher für viele Hochbeetpflanzen ein wichtiger Nährstoff ist.

Merke:

Die Dosis macht es. Hast du Rindenmulch übrig, kannst du kleineren Mengen davon in die Nährstoffschicht geben. Der weitaus größere Anteil sollte jedoch aus anderen verrottenden Materialien bestehen.

Oberste Schicht

Die oberste Schicht besteht aus der Erde, die du je nach der Bepflanzung des Hochbeets auswählst. Sie gibt den Pflanzen Halt und stellt bei richtiger Pflege die Nährstoff- und Wasserversorgung sicher. Eine spezielle Hochbeeterde ist empfehlenswert.

Kann ich ein Hochbeet auf Rindenmulch stellen?

Es gibt verschiedene Gründe, warum es nicht ratsam ist, ein Hochbeet auf Rindenmulch zu stellen. So kann beispielsweise überschüssiges Wasser nur schwer im Boden versickern. Bleibt zu viel Regenwasser im Hochbeet, bildet sich Staunässe, die zu Schimmelbildung führt, was den Hochbeetpflanzen schadet.

Tipp:

Sollte am geplanten Standort Rindenmulch liegen, ist es besser, wenn du ihn zum Befüllen des Hochbeets verwendest. Stellst du mehrere Beete auf, kannst du damit die Wege dazwischen verschönern.

Sind Hackschnitzel oder Rindenmulch für ein Hochbeet besser geeignet?

Rindenmulch und Hackschnitzel gehören neben Grasschnitt und herabgefallenen Laub zu jenen Materialien, die im Garten zum Mulchen verwendet werden. Bei der Frage „Hackschnitzel oder Rindenmulch im Hochbeet“ fällt die Antwort jedoch eindeutig zugunsten der Holzhäcksel aus.

So kannst du Hackschnitzel nicht nur als Beimischung zu anderen Füllmaterialien verwenden, sondern auch zur Solo-Befüllung einer Schicht. Ausgehend von der 3-Schichten-Lösung für das Hochbeet kommen Holzhäcksel zum Einsatz

  • als Drainageschicht (Solo-Befüllung) oder
  • als Teil der Nährstoffschicht, wenn du nicht genügend anderes Material hast.

Achtung:

Ins Hochbeet dürfen nur naturbelassene Hackschnitzel kommen.

Eignet sich Rindenmulch als Drainage für ein Hochbeet?

darf ich ein hochbeet mit rindenmulch befüllen

Als Drainage ist Rindenmulch für das Hochbeet bedingt geeignet. Am besten ist es, wenn du ihn beispielsweise mit folgenden Materialien kombinierst:

  • Äste
  • Zweige
  • Hackschnitzel
  • Tonscherben
  • Blähton
  • große Kiesel

Merke:

Ist der Anteil von Rindenmulch in der Drainageschicht hoch, solltest du in der darüberliegenden Schicht darauf verzichten.

Rindenmulch als Alternative zu Astmaterial?

Äste und Zweige sind das typische Füllmaterial für die unterste Schicht des Hochbeets. Denn sie lassen überschüssiges Wasser gut abfließen. Zudem fallen sie als Schnittgut im Garten an.

Steht dir dieser Gartenabfall nicht zur Verfügung, kannst du Reste von Rindenmulch mit Hackschnitzeln mischen. Solltest du das Material kaufen müssen, sind Holzhäcksel die bessere Wahl.

FAQ – Häufige Fragen zum Thema „Darf ich ein Hochbeet mit Rindenmulch befüllen?“

Kann ich Rindenmulch zum Mulchen des Hochbeets verwenden?

Für diesen Punkt gelten die gleichen Regeln wie für herkömmliche Beete. Daher solltest du auf eine Mulchschicht aus Rindenmulch verzichten, wenn du im Hochbeet Gemüse anbaust.

Spielt beim Befüllen die Siebung des Rindenmulchs eine Rolle?

Wenn es darum geht, ein Hochbeet mit Rindenmulch zu befüllen, solltest du einen Blick auf Größe der Rindenstücke werfen. Handelt es sich um sehr feines Produkt, kann es passieren, dass sich eine undurchlässige Schicht im Hochbeet bildet.